FACHKUNDE

Erfahren Sie genaueres aus unserer Welt: Hier bieten Wie ihnen ein ausführliches Nachschlagewerk zu den folgenden Themen. Bitte wählen Sie:

 

eingeschlagene Kante
siehe "umgebugte" Kante
Einlage

Die Einlage ist die Zwischenlage zwischen Oberleder und Futter. Diese kann je nach Artikel und Konstruktionsqualität aus Stoff, Pappe, Schaumstoff, Faserfliesmaterial, oder Leder bestehen.

gebrannte Kante
Die Lederschnittkante wird mit heißem Eisen gestrichen. Die Temperatur wird so gewählt, dass gerade keine Verbrennungen entstehen. Die so behandelte Lederkante wird kompakter und widerstandsfähiger gegen Abrieb.
Glätten
Lederoberflächen lassen sich durch mechanisches Glätten glanzpolieren. Von Hand erreicht man einen guten Poliereffekt mit einem abgerundeten Hartholzwerkzeug, dem Glättholz, das schnell über die Lederoberfläche geführt wird. Alternativ gibt es einfache Hilfsmaschinen, bei denen ein Achatzylinder in schneller Bewegung über die Lederoberfläche geschwenkt wird. Je nach eingestellter Andruckkraft ergibt sich durch die Wärme und mechanische Polierwirkung eine sehr natürliche transparente Politur mit großer Tiefenwirkung.
Kante "gestrichen"
vgl. Reifelkante
Nähfaden-Ende verknüpfen
Eine besonders haltbare und sichere Weise, die Enden von Nähfäden zu sichern, ist ein besonderer Knoten, der den Ober- und den Unterfaden miteinander "verknüpft". Insbesondere in Bereichen, wo ein Nahtende auch mechanisch belastet wird, ist eine wirkungsvolle Sicherung der Fadenenden wichtig. In nicht- oder wenig belasteten Bereichen kann es genügen, die Fadenenden zur Sicherung abzuschmelzen.
 
Nahtstärke = Fadenstärke
Die Fadenstärke bei Nähfäden wird mit Ziffern bezeichnet. Dabei gibt es 2 Maßreihen. Für Täschnerartikel: 60/40/20/10 (sehr fein/fein/kräftig/grob). Für Sattlerartikel oder Schuster: 0,6 /0,8 /1,0 /1,2 (0,6 ca. gleich Nr. 10 der Täschnerfäden)
 
offenkantig
Lederschnittkante ist sichtbar; Bei KREIS-Artikeln wird die Lederkante in mehreren Durchgängen verschliffen / gebeizt und danach "gebrannt" und mit Wachs poliert.
 
Prägen
Mithilfe von beheizten Metallstempeln (meist Messing) werden Muster, Firmenzeichen, -signets oder Initialen in die Lederoberfläche bleibend eingedrückt/geprägt. Überträgt man durch Hitze und Druck nur die Kontur des Stempels auf die Lederoberfläche, spricht man von Blindprägung. Zur Folienprägung bringt man zwischen Prägestempel und Leder z.B. eine metallbeschichtete Folie, deren Metallisierung sich durch die Hitze auf die Lederoberfläche überträgt.
 
Reifelkante
Mit einem Reifelholz wird bei Riemenqualitäten ein Rand eingerieben, der als vertiefte Linie auf der Lederoberfläche sichtbar ist. Diese aus der Sattlerei stammende Technik ist eine kosmetische Arbeit, die Lederriemen ausdrucksvoller macht.
 
Schärfen von Leder
Ausdünnen von Leder. Schärfen ist ein Schneidvorgang. Um ein einheitlich dickes Leder ohne Wulstbildung zu biegen oder um enge Kanten herumzuführen, muss man partiell (meist an der Lederkante) die Dicke reduzieren. Dies erfolgt rein manuell mit dem Schärfmesser oder mit der Schärfmaschine, die ein hohes Maß an handwerklichem Geschick für die Einstellung der Führungswerkzeuge und Anschläge erfordert.
 
Spalten von Leder
Die allgemeine Dicke eines Leders wird durch das Spalten reduziert. Spalten ist ein Schneidvorgang. Unter einer in der Höhe variabel einstellbaren Führungsleiste hindurch wird Leder gegen ein schnelllaufendes Bandmesser geführt und in zwei Ebenen gespalten. Man erhält das Oberleder in der für den jeweiligen Artikel gewünschten Dicke.
 
umgebugte Kante
Für eine elegante, beim Gürtel sehr widerstandsfähige Lederkante wird der Rand des Lederzuschnittes dünn ausgeschärft (dünn gemacht) und dann umgelegt (umgebugt/eingeschlagen). Die Artikelkante wird vom umgeschlagenen (eingeschlagenen) Außenleder gebildet. Der Artikel benötigt keine Kantenfarbe und fasert inbesondere beim Gürtel nicht aus.

 

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