FACHKUNDE

Erfahren Sie genaueres aus unserer Welt: Hier bieten Wie ihnen ein ausführliches Nachschlagewerk zu den folgenden Themen. Bitte wählen Sie:

 

Aufbau in 2 Lagen - offenkantig / offenkantig bombiert
Wenn für Obermaterial und Futter jeweils anspruchsvolle, vollnarbige Leder verwendet werden, ist mit dieser Verarbeitungsart ein hervorragender Gürtel herzustellen. Die offenkantige Verarbeitung bei KREIS meint, dass die in der Verarbeitung zunächst sichtbaren, offenen Leder-Schnittkanten geschliffen, poliert und gefärbt werden. Oft in mehrfachen Durchgängen, bis die Kante perfekt ist. Sind die Gürtelkanten sorgfältig verarbeitet, d.h. es fühlt sich sehr glatt und rund an.
Aufbau in 3 Lagen - mit umgebugten Kanten

Diese Verarbeitungsart ist beim Gürtel selten und wird in Deutschland nur noch von KREIS praktiziert. Die Lederzuschnitte des Obermaterials müssen für diese spezielle Verarbeitungsart gut 1/3 breiter zugeschnitten werden. Die Lederkanten des Leders müssen dann dünn ausgeschärft werden, damit das umbugen/ einschlagen um die Gürtel-Einlage möglich wird. Als Einlagenmaterial verwendet KREIS ein dauerelastisches, atmungsaktives Faserflies und für die Premiumqualitäten eine weitere Lage hochwertigen Leders. Als Futterleder verwenden wir ein vollnarbiges, hochwertiges Kalbsleder, eine Materialqualität, die häufig nicht einmal als Obermaterial eingesetzt wird. Erkennungsmerkmal: Diese Verarbeitungsart erkennt man leicht, wenn man sich die Gürtelkante anschaut. Das Oberleder geht um die Gürtelkante bis zur Futterseite und wird dort vom Futterleder abgedeckt. Vorteil dieser Verarbeitungsart: Die Gürtelkante ist bei dieser Verarbeitungsart um ein vielfaches widerstandsfähiger.

Bombierung
Die Bombierung bezeichnet den Konturenverlauf eines Artikels im Querschnitt, d.h. das Dickenverhältnis von Artikelkante zur Artikelmitte. Beim Gürtel wirkt eine geringe Bombierung elegant, eine starke Bombierung eher sportlich.
Lederqualität allgemein
Bei der Beurteilung der Lederqualität ist der Laie häufig überfordert. Leider helfen in diesem Zusammenhang auch die im Gürtel eingeprägten „Echt Leder"-Schriften nicht, denn nach einer Norm der Lederindustrie dürfen auch dünn beschichtete, minderwertige Spaltleder als echt Leder bezeichnet werden, da sie ein zusammenhängendes Stück der gewachsenen Lederhaut sind.
Nahtbild
Das Nahtbild beeinfluß wesentlich die Erscheinung eines Lederartikels. Durch die Fadenstärke, die Stichweite (Abstand von Stich zu Stich), den Randabstand der Naht und die Nahtfarbe (Lederfarbe oder Kontrast) wird der elegante oder sportliche Charakter eines Modells ganz wesentlich festgelegt.
Qualitätsprinzip
KREIS verarbeitet nur ausgewählte, besonders hochwertige vollnarbige Leder. Am häufigsten in der beschriebenen, aufwendigsten Machart „Aufbau in 3 Lagen mit umgebugten/eingeschlagenen Lederkanten". KREIS verarbeitet klassisches Boxcalf und altgrubengegerbtes Rindleder aus Deutschland, Softkalbleder, Velour, Scotch-Grain aus Frankreich, Saddle aus England, vegetabile Vollrindleder-Croupon´s aus Italien, Cordovan aus USA, Kroko aus Südamerika/Frankreich, Strauss aus Südafrika und Elch aus Skandinavien. Zur Verarbeitung werden die so ausgewählt, dass der ursprüngliche Charakter eines Leders möglichst erhalten bleibt.
Riemenqualität
KREIS bezeichnet ungefüttert verarbeitete, vegetabil gegerbte Leder als Riemenqualität.
 
Riemenqualitäten (Jeansgürtel)
Diese Gürtel werden normalerweise aus ca. 4 mm starkem, vegetabil gegerbtem Vollrindleder hergestellt. Vollrindleder meint, dass die natürliche Oberseite der Lederhaut, die „Papillarschicht", nicht abgespalten wurde - also weder aus Spaltleder noch gemahlenen Lederresten mit Bindemitteln versetzt, gefertigt wurde. KREIS setzt nur englisches Saddle, deutsche Blankleder oder vegetabil gegerbte italienische Vollrindleder aus Rindleder-Croupons für die Gürtelproduktion ein. Das wesentliche Merkmal der Verarbeitungsqualität am Gürtel sind sorgfältig rundgeschliffene, gewachste und polierte Gürtelkanten.
 
Rundschnitt für Damengürtel
Elegante Damengürtel, mit umgebugten Kanten verarbeitet, werden für eine optimale Passform ab 3 cm Gürtelbreite im Rundschnitt gefertigt. Im geschlossenen Zustand ergibt sich eine leicht konische Form des Gürtels.
 
Schließenqualität
Gute Gürtelschließen sind in Messing gegossen (für gehobene Ansprüche wird gerne auch Sterlingsilber 925 eingesetzt). Erkennbar sind Messingschließen an der rückseitigen Gravur „Solid brass". Nach dem Gießen werden die Schliessen vom Hersteller sorgfältig von scharfen Kanten und Metallgrat befreit, handpoliert und meist galvanisch vernickelt oder versilbert. Die Oberflächen müssen glatt sein und die Galvanik darf keine Pickel oder kleine Blasen aufweisen. In allen Durchgangsbereichen der Schliesse, und insbesondere am Innenbereich des vorderen Querstegs bei Dornschliessen darf keine scharfe Kante oder gar ein Metallgrat fühlbar sein. Schonend für jedes Leder sind sportliche Schliessen mit Rolle (wenn die Rolle einteilig ohne Längsschlitz hergestellt ist), da das Leder auch bei hoher Beanspruchung an der Rolle nicht reibt.
 

 

shop